Herstellungsarten

Teppiche werden mit unterschiedlichen Techniken hergestellt, was zu deutlichen Unterschieden in Qualität, Optik und Preis führt. Sie können sowohl von Hand als auch maschinell produziert werden. Zu den traditionellen Herstellungsverfahren zählen das Weben und das Knüpfen.

Gewebte Teppiche1
Gewebte Teppiche2
Gewebte Teppiche3

Gewebte Teppiche

Gewebte Teppiche zeichnen sich durch eine glatte, flache Struktur ohne Flor aus. Die Kettfäden bestehen meist aus Baumwolle oder Leinen und werden vollständig vom Schussfaden aus Wolle bedeckt. Die Fäden liegen dicht aneinander und bilden eine strapazierfähige Oberfläche. Während früher ausschließlich auf traditionellen Webstühlen gearbeitet wurde, erfolgt die Herstellung heute häufig mit modernen Industriemaschinen.

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Tufting-Verfahren

Das Tufting-Verfahren ist heute weit verbreitet. Dabei wird das Garn mithilfe einer Tufting-Maschine oder -Pistole in ein Trägermaterial eingearbeitet – ähnlich dem Prinzip einer Nähmaschine. Beim Handtufting wird meist mit einer einzelnen Nadel gearbeitet, während maschinelle Verfahren mehrere Nadeln gleichzeitig einsetzen. Dieses Verfahren ist vergleichsweise schnell, wodurch getuftete Teppiche oft preisgünstiger angeboten werden können.

Tufting-Verfahren2
Tufting-Verfahren3
Tufting-Verfahren1
Knüpftechnik1
Knüpftechnik2
Knüpftechnik3

Knüpftechnik

Teppiche mit dichtem, weichem Flor entstehen durch die Knüpftechnik. Dabei werden einzelne Knoten um die Kettfäden gelegt und jede Knotenreihe mit Schussfäden fixiert. Nach Fertigstellung wird der Flor gleichmäßig geschoren. Die Qualität und der Wert eines Teppichs steigen mit der Anzahl der Knoten pro Quadratmeter. Besonders hochwertige Teppiche können mehrere Hunderttausend bis über eine Million Knoten pro Quadratmeter aufweisen.

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Handgeknüpft

Handgeknüpfte Teppiche werden traditionell von erfahrenen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern gefertigt. Die Kettfäden werden auf einem Webstuhl gespannt, in die anschließend Knoten aus Florfäden einzeln eingearbeitet werden. Jede Knotenreihe wird sorgfältig fixiert. Die Feinheit des Garns sowie die Knotendichte bestimmen maßgeblich die Qualität. Über Generationen hinweg haben sich unterschiedliche Knüpftechniken, Muster, Farben und regionale Stilrichtungen entwickelt.

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Handgeknüpft2
Handgeknüpft3
Handgeknüpft1
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Handgewebt

Handgewebte Teppiche entstehen auf traditionellen Webstühlen und besitzen in der Regel keinen Flor, wodurch sie beidseitig verwendbar sind. Nachdem die Kettfäden gespannt wurden, wird der Schussfaden quer eingewebt. Je nach Materialstärke und Webdichte variiert die Struktur von fein bis rustikal. Handgewebte Teppiche sind meist leichter als Hochflorteppiche und können sowohl einfarbig als auch kunstvoll gemustert sein.

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Patchwork

Patchwork- oder Vintage-Teppiche werden aus Fragmenten alter, teilweise antiker Teppiche gefertigt. Die einzelnen Stücke werden sorgfältig ausgewählt, zugeschnitten und neu zusammengenäht. Zusätzliche Verstärkungen auf der Rückseite sorgen für Stabilität und Langlebigkeit. Vor der Weiterverarbeitung werden alle Teile gründlich gereinigt. Viele Vintage-Teppiche werden farblich neutralisiert oder neu eingefärbt, wodurch sie eine moderne Optik erhalten. Jeder Patchwork-Teppich ist ein Unikat.

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Patchwork2
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Patchwork1
Handgetuftet1
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Handgetuftet3

Handgetuftet

Handtufting ist ein halbmanuelles Verfahren zur Herstellung hochwertiger Florteppiche. Mithilfe einer Tufting-Pistole wird das Garn in ein gespanntes Grundgewebe eingearbeitet. Anschließend wird die Rückseite verklebt und der Flor gleichmäßig oder reliefartig geschoren. Handgetuftete Teppiche sind langlebig, qualitativ hochwertig und bieten große gestalterische Freiheit bei einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

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